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Geschichte des Schulmuseums

Das Schulmuseum Nordwürttemberg vermittelt im historischen Ambiente eines hundertjährigen Schulhauses einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der württembergischen Volksschule vom Zeitalter der Reformation bis in die Gegenwart.

Dauerausstellung im Flur der ehemaligen Schillerschule.

Die Anfänge

Das Schulmuseum Nordwürttemberg wurde als zweites Schulmuseum in Baden-Württemberg am 3. Oktober 1984 mit einer kleinen Präsentation von Willy Haiges, dem pensionierten Rektor der Schillerschule, begründet. Der Museumsgründung war eine Jubiläumsausstellung zum Thema „Schule früher“ anlässlich der 1200-Jahr-Feier Kornwestheims im Jahr 1981 vorausgegangen.
Das Museum ist in der 1908 eingeweihten, denkmalgeschützten Schillerschule in der Schillerstraße untergebracht.

Im Jahr 1985 wurde der Förderverein Schulmuseum e.V. gegründet, dessen Vorsitzender Gerhard Weiß, ebenfalls pensionierter Rektor, nach Haiges' Tod 1990 die Leitung des Schulmuseums übernahm. Im selben Jahr wurde das Museum auf knapp 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert und erhielt den Namen „Schulmuseum Nordwürttemberg“.

Kontinuierliche Weiterentwicklung

1992 - 2018 wurde das Schulmuseum hauptamtlich von Dr. Irmgard Sedler fachlich betreut, die im Jahr 2000 auch die Leitung übernahm. Seit 2018 ist Saskia Dams M.A. Leiterin des Schulmuseums.

Seit 1992 liegt der Schwerpunkt auf der regionalen Schulgeschichte, die in ihren kulturhistorischen und kindheitsgeschichtlichen Zusammenhängen am Objekt erfahrbar gemacht und auf ihre zeitgemäße Sinnhaftigkeit hin hinterfragt wird.

Das Schulmuseum ist seit den 1990er Jahren Partner pädagogischer Hochschulen und Kultureinrichtungen im In- und Ausland sowie Adresse für wissenschaftliche Anfragen und Projekte. Zum Teil arbeitet es mit anderen Museen zusammen, unter anderem mit dem Museum Schloss Neu-Augustusburg in der Partnerstadt Weißenfels, zum Beispiel 2002 bei der Ausstellung „Im Geiste höchsten Strebens - Literaten in Weißenfels“.

Das Schulmuseum Nordwürttemberg sieht sich als Einrichtung des Bewahrens, Belehrens, Bewertens und Zeigens, in der die wissenschaftliche Arbeit ebenso ihren Raum hat wie die Erinnerung und die Unterhaltung. Regelmäßig finden Führungen für Schulklassen und Gruppen statt.